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Nach zwei Jahren Corona-Pandemie, digitaler Lehre und eingeschränkter Reisemöglichkeiten zieht es die Studierenden der Universität Leipzig wieder verstärkt für ein Studium oder Praktikum ins Ausland. Mit rund 470 Bewerbungen für ein Erasmus+ Auslandsstudium ab dem Wintersemester 2021/22 verzeichnet die Stabsstelle Internationales nun erneut Bewerbungszahlen auf einem regulären Niveau – und das sogar mit leichtem Anstieg.

„Generell nehmen wir eine große Nachfrage in der Beratung wahr und gehen von erhöhten Bewerbungszahlen für das kommende Wintersemester 2022/23 aus“, so Dr. Isabelle Maringer, Referentin für internationale Mobilität an der Stabsstelle Internationales. „Das zeigt uns, dass viele Studierende den pandemiebedingt verschobenen Auslandsaufenthalt jetzt gerne wahrnehmen möchten.“ Bedingt durch die Pandemie waren die Bewerbungen für ein Erasmus+ Auslandsstudium ab dem Wintersemester 2020/21 um circa 30 Prozent eingebrochen. Vor der Pandemie bewarben sich durchschnittlich rund 460 Studierende zu diesem Zeitpunkt für diese Art von Auslandsaufenthalt.

Die Beratung der Studierenden zu ihren Möglichkeiten für ein Studium oder Praktikum im Ausland findet weiterhin größtenteils virtuell statt. „Ich habe mir damals über das Online-Terminbuchungssystem der Stabsstelle Internationales einen digitalen Beratungstermin reserviert und dort viele Infos bekommen rund um die Erasmus+ Bewerbung für meinen geplanten Auslandsaufenthalt in Lyon“, erzählt Lisa Paschold. Die 22-Jährige studiert Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig und verbringt seit Januar 2022 ihr Auslandsstudium an der Université Lumière Lyon. Eingeplant hatte sie den Auslandsaufenthalt jedoch eigentlich schon viel eher: „Ich hätte mich bewerben müssen, als Corona damals begann. Dadurch, dass dann aber die Grenzen geschlossen waren, haben sich meine Auslandspläne um ein Jahr verzögert“, erklärt sie. „Insgesamt kann man sagen, dass die Pandemie meinen Wunsch ins Ausland zu gehen, sogar nochmal verstärkt hat. Da man durch den Lockdown in gewisser Weise sozial zurückgeworfen wurde, war es umso wichtiger für mich, wieder mit einer neuen Herausforderung konfrontiert zu werden und herauszukommen“, so Paschold. Die Studentin erzählt weiter, dass die Teilnahme an Präsenzveranstaltungen ihrem Alltag die nötige Struktur zurückgebe und ihr gleichzeitig die für den Auslandsaufenthalt so wichtige Kontaktaufnahme zu anderen Kommiliton:innen ermögliche: „Auch mit FFP2-Maske im Gesicht habe ich endlich wieder ein Gefühl von Freiheit und Normalität zurückbekommen und bin sehr froh, dass ich, wenn auch etwas verspätet, einen Teil meines Studiums im Ausland verbringen kann.“

Innerhalb Europas stehen den Studierenden der Universität Leipzig aktuell mehr als 300 Partnerhochschulen für ein Auslandsstudium zu Verfügung. Darüber hinaus haben sie auch die Möglichkeit, ihren Auslandsaufenthalt an einer von weltweit 84 Partnerhochschulen zu verbringen. Über ihre unterschiedlichen Erfahrungen im Ausland können die Studierenden seit 2021 auf der Plattform Entdeckerstorys ausführlich berichten. In den letzten Monaten werden dort immer mehr Erfahrungsberichte hochgeladen, die allesamt widerspiegeln, wie glücklich die Studierenden darüber sind, endlich wieder die Chance wahrnehmen zu können, einen Teil ihres Studiums im Ausland zu verbringen.