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Im Senat der Universität Leipzig ist Stühlerücken angesagt: Die heutige Septembersitzung (13.09.2022) ist für die vier studentischen Senator:innen die letzte. Turnusgemäß übernehmen ab der Oktobersitzung vier neue Vertreter:innen der Studierendenschaft diese ehrenamtliche Aufgabe. Vor ihrer letzten Sitzung sprechen sie im Universitätsmagazin unter anderem über beeindruckende Momente und Wünsche an ihre Nachfolger:innen.

Was studieren Sie?

Emre Arkan: Data Science M.S.c.
Johanna Zitt: Informatik Master
Benedikt Bierbaum: Humanmedizin
Felix Reinemer: Jura, Chemie

Seit wann waren Sie Senator:in?

Emre Arkan: seit Juni 2021.
Johanna Zitt: seit Juni 2021
Benedikt Bierbaum: Ich durfte das Amt seit Oktober 2019 ausführen.
Felix Reinemer: seit Juni 2021

Welcher Moment hat sie am meisten beeindruckt?

Emre Arkan: Die Wahl der Rektorin.

Johanna Zitt: Mich hat das Zusammenkommen des erweiterten Senats und die Wahl zur neuen Rektorin beeindruckt. Es passiert selten, dass der erweiterte Senat mit 91 Mitgliedern tagt und eine neue Rektorin gewählt wird. Dies mitzuerleben, war spannend.

Benedikt Bierbaum: Der Moment, in dem der Senat zur Immatrikulationsfeier in das Gewandhaus einzieht und man all die Studenten sieht, die als „Erstis“ an unsere Alma mater Lipsiensis kommen. Da habe ich mich selbst zurückerinnern dürfen. Man weiß, dass die schönste Zeit vor all diesen Menschen liegt.

Felix Reinemer: Die Sitzung des erweiterten Senates im November 2021

Was war Ihr größter Erfolg/Verdienst?

Emre Arkan: Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit anderen studentischen Senator:innen und engagierten Studierenden in der studentischen Selbstverwaltung. 

Johanna Zitt: Wir haben das Rektorat immer kritisch begleitet und studentische Interessen und Perspektiven im Senat stark gemacht. Konkrete Forderungen der Studierenden im Senat durchzubringen, ist für die Gruppe der Studierenden häufig schwierig und frustrierend, weil Studierende in der Minderheit sind und so Beschlüsse häufig nicht die erforderliche Mehrheit erreichen.

Benedikt Bierbaum: Ich bin der Meinung, dass wir als studentische Senatoren maßgebliche Impulsgeber während der Covid-Zeit (insbesondere am Anfang) waren. Dass wir als Universität so gut durch diese Turbulenzen gekommen sind, lag nicht zuletzt am „kurzen Dienstweg“, den viele Studenten genutzt haben, um allgemeine, aber auch ganz konkrete Anliegen vorzubringen. Und die wurden dann im Senat oder im persönlichen Gespräch mit dem Rektorat dankbar gehört.

Felix Reinemer: Im Dezember 2021 ist es uns fast gelungen, ein weiteres Freisemester durchzusetzen. Leider hat dann die professorale Mehrheit geschlossen gegen die studentischen Interessen gestimmt und es verhindert.

Was werden Sie nun mit Ihrer freigewordenen Zeit anfangen?

Emre Arkan: Ich plane, mein Studium im kommenden Semester abzuschließen. Deshalb werde ich die freigewordene Zeit in meine Masterarbeit investieren.
Johanna Zitt: Aktuell schreibe ich an meiner Masterarbeit und bin selbst noch gespannt, was sich dann nach meinem Abschluss ergibt.
Benedikt Bierbaum: Im nächsten Jahr möchte ich mein Studium abschließen, darum liegt das Augenmerk nun ganz auf dem Lernen und Arbeiten für den Beruf.
Felix Reinemer: Nach viel zu langer Zeit mein Studium zu Ende bringen.

Was wünschen Sie sich von Ihren Nachfolger:innen?

Emre Arkan: Ich wünsche mir, dass sie sich nicht einschüchtern lassen und nicht vergessen, dass sie studentische Interessen teilweise mehrmals ansprechen müssen. Insbesondere wünsche ich, dass sie mit den anderen Senator:innen kooperieren können. Ich wünsche euch eine produktive Amtszeit!

Johanna Zitt: Das sie ebenfalls eine kritische studentische Perspektive in den Senat einbringen und sich nicht einschüchtern oder frustrieren lassen. Vor allem benötigt man, glaube ich, einen langen Atem, um immer und immer wieder Themen anzusprechen, die wichtig für Studierende sind, was zwischen Abgaben, Prüfungen und regulärem Unibetrieb nicht immer leicht ist.

Benedik Bierbaum: Ich wünsche mir, dass sie nie den Blick für alle Studenten und insbesondere die Lehre bzw. Forschung verlieren. Dabei hilft, sich nicht von vornherein abzugrenzen von anderen, sondern zuzuhören und dankbar für die andere Meinung zu sein. Ich wünsche mir, dass sie stetig auf das Wohl und die Entwicklung der Universität bedacht sind, sodass sie nie das große Ganze aus den Augen verlieren. Vor allem aber wünsche ich mir, dass der Kern des akademischen Daseins im Fokus bleibt – das Lernen und Studieren. Das geht schon bei jedem selbst los.

Felix Reinemer: Nicht vom Rektorat einschüchtern und kleinreden lassen.

 

  • Der Senat
    Die einzelnen Verantwortlichkeiten des Senats ergeben sich aus Paragraph 81 des Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetzes (SächsHSFG). Dabei belaufen sich die Zuständigkeiten neben anderen auf folgende Aufgaben:
    Der Senat entscheidet in grundsätzlichen Angelegenheiten der Förderung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses, der Lehre, Forschung und Kunst, formuliert Grundsätze für die Organisation des Lehr- und Studienbetriebes, beschließt die Entwicklungsplanung der Universität, schlägt Mitglieder für den Hochschulrat vor.