Nachricht vom

Einen „immunologischen Leuchtturm“ zu bauen und die Rolle von T-Zellen bei immunologischen beziehungsweise rheumatologischen Erkrankungen im Kindesalter weiter aufklären, ist das Ziel von Prof. Christian Klemann. Seit 1. Juli 2022 ist der gebürtige Niedersachse als neuberufener Professor für Allgemeine Pädiatrie mit Schwerpunkt Pädiatrische Immunologie, Rheumatologie und Infektiologie an der Medizinischen Fakultät tätig. Zudem arbeitet er als Oberarzt in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig.

Was haben Sie studiert – und wo?

Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Was waren im Anschluss Ihre wichtigsten beziehungsweise Ihre letzten beruflichen Stationen?

Ein anderthalbjähriger Forschungsaufenthalt in Tokio am National Institute of Immunology, das klinische & immunologische Rüstzeug während meiner zweieinhalb Jahre am Centrum für Chronische Immundefizienz (CCI) in Freiburg und die Erlangung meiner Zusatzweiterbildungen beziehungsweise klinischen Schwerpunkte (Kinderpneumologie, Allergologie, Kinder-Rheumatologie) an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Was fasziniert Sie an Ihrem Forschungsgebiet und was sind Ihre Schwerpunkte?

Mein Schwerpunkt sind seltene immunologische Erkrankungen im Kindesalter und die beteiligten Zellen des Immunsystems. Mich fasziniert es, die Nadel im Heuhaufen zu finden – und hieraus Erkenntnisse für andere Betroffene durch das Zusammenführen von Informationen beziehungsweise Bildung von Kohorten zu schaffen. Außerdem interessiere ich mich speziell für die Rolle von spezialisierten Immunzellen, den so genannten T-Lymphozyten, bei der Entstehung von Immunschwäche, Fehl-Regulation und Autoimmunität.

Haben Sie sich für Ihre Tätigkeit an der Universität Leipzig ein bestimmtes Forschungsziel gesetzt? Welches?

Die Universitätskinderklinik zeichnet sich durch sehr gut definierte Kohorten von Kindern mit und ohne Zivilisationskrankheiten aus. Hier möchte ich kontrastierend mit meinen Fallserien andocken. Im „Wet-Lab“ möchte ich die Rolle von T-Zellen bei immunologischen beziehungsweise rheumatologischen Erkrankungen weiter aufklären.

Würden Sie bitte kurz einige Schwerpunkte nennen, die Sie in der Lehre setzen wollen?

Die Studierenden sollten begeistert werden für Kinderheilkunde im Allgemeinen - und Immunologie, Kinder-Rheumatologie und -Infektiologie im Speziellen.

Bitte beenden Sie folgenden Satz: „Die Universität Leipzig ist für mich…“

… der richtige Platz, um für unsere kleinen Patienten klinisch zu wirken - und mich wissenschaftlich zu entfalten.

Welche Entdeckung, Erfindung oder Erkenntnis wünschen Sie sich in den nächsten zehn Jahren?

Eine diagnostische Möglichkeit denjenigen Patienten ohne klare Diagnose, die mit den aktuellen Methoden als „ausdiagnostiziert“ gelten, besser einzuordnen und ihnen eine spezifische Therapie zu ermöglichen.

Welche Hobbys haben Sie?

Sofern unsere vier kleinen Kinder es gestatten, empfinde ich Freude an sportlichen Aktivitäten mit (und ohne) unseren Hund, dem nicht ganz so kleinen Aquarium, meiner Gitarre und dem Begrillen von guten Freunden.

Haben Sie ein bestimmtes Lebensmotto, das Ihnen auch über schwierige Phasen hilft?

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.

Verraten Sie uns bitte noch wann und wo Sie geboren sind?

1982 in der niedersächsischen Heide

Vielen Dank.

Kommentare

Keine Kommentare gefunden!

Ihr Kommentar

Hinterlassen Sie gern einen Kommentar. Bitte beachten Sie dafür unsere Netiquette.