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Die medizinische Versorgung in ihrer Region zu verbessern, darum geht es Absolventin Diana Cárdenas. Sie leitet in der kolumbianischen Niederlassung der deutschen Bayer AG den Bereich Onkologie für die Region PACA (Andenregion, Zentralamerika, Karibik) und ist dort für die Verbreitung neuer Krebstherapien zuständig. Die Grundlagen dafür legte sie auch an der Universität Leipzig.

Diana Cárdenas (40) wuchs in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá auf. „Meine Kindheit und Jugend war keine leichte Zeit für mein Land. Drogenschmuggel und Terrorismus haben Kolumbien sehr geschadet“, erzählt sie. „Für mich war es immer ein Ansporn, einen guten Eindruck von meiner Heimat zu hinterlassen und meine Eltern haben mir vermittelt, wie wichtig Bildung als Basis für alle Entwicklung ist.“ Von 1998 bis 2004 studierte sie Pharmazie in ihrer Heimatstadt, danach kam sie für ein Austauschjahr erstmals nach Deutschland.

2009 schrieb sie sich für den internationalen weiterbildenden MBA-Studiengang SEPT (Small Enterprise Promotion and Training) an der Universität Leipzig ein, den sie 2011 abschloss. „Der Austausch mit meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen aus einer Vielzahl von Ländern und Kulturen war für mich unendlich wertvoll und bereichernd. Ich konnte mich mit Unternehmen aus der Medizintechnik vernetzen und hatte nach meinem Studium das große Privileg, bei der Gründung eines Startups mitzuarbeiten“, so Cárdenas.

Internationale Kompetenz, grenzübergreifende Vernetzung und Kenntnisse sowohl in der Wirtschaft als auch in der Medizin und in verschiedenen Gesundheitssystemen – es sind wohl nicht zuletzt diese Eigenschaften, die Cárdenas zu ihrem heutigen Beruf gebracht  haben. „Die Gesundheitssysteme in der Region, die ich betreue, sind sehr heterogen und in vielen Aspekten sehr weit von deutschen Standards entfernt“, erklärt die Alumna. „Doch es gibt weltweit so viele herausragende Spezialistinnen bzw. Spezialisten. Das motiviert mich jeden Tag, kreative Lösungen zu finden.“

Für die Zukunft kann sie sich berufliche Stationen in weiteren Ländern vorstellen, denn: „Neues zu erlernen und über mich selbst hinauszuwachsen hat mich immer fasziniert. Der Einblick in andere Kulturen und Gesellschaftsstrukturen ist dafür essenziell.“

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