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Lange dauerte die pandemiebedingte Reisepause an. Veranstaltungen, Diskurse und Netzwerktreffen fanden auch an der Universität Leipzig ausschließlich digital statt. Doch das ändert sich nun. Der erste Weg ins Ausland führt die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Dr. Beate Schücking, vom 14. bis 16. Juli an die Partnerhochschule nach Graz in Österreich.

Die steirische Universität Graz und die Universität Leipzig verbindet eine über 30-jährige Partnerschaft, die 2015 mit einer strategischen Zielsetzung gefestigt wurde. Neben einer bilateralen Partnerschaft sind Graz und Leipzig auch durch ihre Mitgliedschaft im Utrecht Network und in der Europäischen Hochschulallianz Arqus verbunden. „Nach langer Reisepause freute ich mich umso mehr über die Einladung unserer engen Partner, als Expertin an einer Podiumsdiskussion vor Ort teilnehmen und die Universität Graz so nach vielen Monaten wieder besuchen zu können“, sagte Rektorin Schücking.

Die  Podiumsdiskussion am 14. Juli zum Thema „Wissenschaftlerin sein – Authentizität und Anpassung im hierarchischen System“ wurde im Rahmen der Förderungsaktivitäten für Nachwuchswissenschaftlerinnen in MINT-Fächern als Teil der Sommerschule „Success Strategies for Female* Scientists“ veranstaltet. Gemeinsam mit Expertinnen aus Wien und Graz sprach Rektorin Schücking über eigene Erfahrungen als Wissenschaftlerin und gab persönliche Einblicke, was Gleichstellung und Chancengleichheit für Frauen in Führungspositionen bedeuten.

Austausch zur zukünftigen Ausgestaltung der Arqus-Allianz

Ein weiterer Teil der dreitägigen Dienstreise ist ein Treffen mit dem Grazer Rektor Prof. Dr. Martin Polaschek, der Vizerektorin Prof. Dr. Petra Schaper-Rinkel und Sabine Pendl, Leiterin des Büros für Internationale Beziehungen an der Universität Graz. Dabei tauscht sich Schücking mit den Kolleginnen und Kollegen unter anderem zur zukünftigen Ausgestaltung der Arqus-Allianz, dem gemeinsamen Arbeitsprogramm 2021/22 mit Blick auf Hochschulentwicklung, Hochschulzusammenarbeit und die starke Kooperation in Forschung und Lehre sowie zur Internationalisierung der Lehrer- und Lehrerinnenbildung aus.

Letzteres ist ein Bereich, in dem die beiden Universitäten innerhalb ihrer strategischen Partnerschaft intensiv zusammenarbeiten. Einen thematischen Schwerpunkt nimmt dabei in den Gesprächen das Projekt Internationalizing Teacher Education in Arqus (ITEA) ein. Hier arbeiten die Universitäten Graz und Leipzig zusammen mit drei weiteren Arqus-Partnern, Bergen, Granada und Lyon, an der Internationalisierung der Lehrer- und Lehrerinnenbildung. „Ziel dieses Vorhabens ist es, Lehramtsstudierenden über virtuellen Austausch und kurze physische Mobilitäten Internationalisierungserfahrungen näher zu bringen und somit die Lehramtsstudierenden-Mobilität zu erhöhen sowie den Austausch und die Vernetzung unter Lehrenden zu fördern“, so Schücking. Vertreterinnen und Vertreter des ITEA-Projekts planen ihr erstes Treffen in Präsenz im Oktober in Graz.

Gemeinsame Masterstudiengänge

Zudem sind beide Universitäten schon länger durch gemeinsame Masterstudiengänge verbunden. Zusätzlich zur langjährigen Zusammenarbeit im „Joint Master in Sustainable Development“ arbeiten derzeit Lehrende beider Seiten an einem gemeinsamen Studiengang im Bereich der European Studies. Dieser soll mit weiteren Arqus-Partnern schrittweise zu einem gemeinsamen Abschluss für Absolventinnen und Absolventen entwickelt werden.

Weiter wird es in den kommenden Semestern innerhalb von Arqus-Twinning-Aktivitäten Studienreisen zwischen Masterstudierenden des Leipziger Instituts für Kulturwissenschaften und dem Grazer Institut für Soziologie sowie zwischen den Fakultäten für Geschichte, Kunst und Regionalwissenschaften in Leipzig und der Geisteswissenschaftlichen Fakultät in Graz geben.

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