Nachricht vom

Die Reihe "Gesichter der Uni Leipzig" stellt regelmäßig die Menschen vor, die sich hinter unzähligen kleinen und großen Aufgaben an unserer Hochschule verbergen – im Studium, in der Universitätsverwaltung oder – so wie diesmal – in der Forschung. Heute hat eine internationale Forscherin einige Fragen beantwortet: Denisse Dalgo.

Name: Denisse Dalgo

Geboren am/in: am 17. Dezember 1989 in Quito, Ecuador

Das habe ich studiert: Doppelbachelor in Angewandter Ökologie und Biotechnologie an der Universität San Francisco de Quito in Ecuador; dann mit Stipendium ein Masterstudium in den Fächern Umweltwissenschaften und Recht an der University of Sydney in Australien

An welcher Fakultät beziehungsweise in welchem Forschungsteam sind Sie an der Universität Leipzig tätig?

Ich arbeite in der Arbeitsgruppe Molekulare Evolution und Systematik der Tiere, die Teil des Instituts für Biologie an der Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Leipzig ist.

Wie hat es Sie an die Universität Leipzig verschlagen?

Ich war auf der Suche nach Forschungsmöglichkeiten in Deutschland und wollte gleichzeitig auch mit einer einzigartigen Spezies arbeiten, die nur auf den Galápagos-Inseln vorkommt und für die ich mich schon immer interessiert habe, und mich schließlich darauf spezialisieren. So hatte ich das Glück, dass Professor Dr. Sebastian Steinfartz vom Leipziger Institut für Biologie eine Doktorandenstelle für das Projekt mit Meerechsen ausschrieb.

Wenn Sie nicht gerade Feldforschung auf den Galápagos-Inseln betreiben, wo verbringen Sie dann Ihre Zeit?

Neben Forschungsaufenthalten auf den Galápagos-Inseln besteht mein Job aus Laborarbeit an der Universität Leipzig.

Wie hat sich die Pandemie auf Ihre Forschung ausgewirkt?

Als die Corona-Krise begann, befand ich mich gerade im Rahmen eines Forschungsaufenthalts auf den Galápagos-Inseln. Ich musste meine Arbeit dort unterbrechen und mich an die Einschränkungen halten. Auch mein Rückflug nach Deutschland, um meine Proben zu analysieren, wurde wegen der Einschränkungen verschoben. Die Planung der nächsten Forschungsreisen gestaltet sich immer noch kompliziert. Dennoch gelang es mir, einige Proben zu sammeln, mit denen ich arbeiten und einige Fortschritte erzielen konnte.

Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit am meisten?

Ich schätze es, dass ich die Möglichkeit habe, etwas zu tun, was mir wirklich Spaß macht und was ich interessant finde – und das als Job. Ich bin sehr dankbar dafür, an einem so faszinierenden Ort wie den Galápagos-Inseln arbeiten zu dürfen und von erfahrenen Forschern, deren Arbeit ich sehr bewundere, unterstützt und beraten zu werden.   

Welchen Rat würden Sie internationalen Forschenden geben, die sich für eine Promotion an der Universität Leipzig interessieren?

In meinem Fall bin ich die einzige internationale Studierende in meiner Arbeitsgruppe. Daher war es recht schwierig, mich mit anderen internationalen Forschenden auszutauschen. Aber es findet sich immer ein Weg, sich mit anderen Studierenden zu vernetzen, um über Projekte zu sprechen und sich gegenseitig zu helfen.

Haben Sie ein bestimmtes Lebensmotto, das Ihnen auch über schwierige Phasen hilft?

Es ist zwar kein Motto, aber ich würde sagen, was mir hilft, ist meine Anpassungsfähigkeit. Ich versuche, mir vor Augen zu halten, dass jede Herausforderung eine Gelegenheit ist, etwas zu lernen, und ich reagiere auf Veränderungen mit einer hohen Anpassungsfähigkeit. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Erfahrungen und versuche, mich nicht von Unsicherheit oder Angst davon abhalten zu lassen, das zu tun, was ich mag und was ich verfolge.

Ihr Kommentar

Hinterlassen Sie gern einen Kommentar. Bitte beachten Sie dafür unsere Netiquette.