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Unter digitaler Lehre leidet der nötige Praxisbezug!? Dass es auch anders geht, hat eine Kooperation der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) und des Lehrstuhls Sportökonomie und Sportmanagement der Universität Leipzig gezeigt. In einem Seminar beschäftigten sich 28 Studierende des Bachelor-Studiengangs Sportmanagement in den vergangenen beiden Semestern mit dem Thema Projektmanagement. Während im Sommersemester 2020 die theoretischen Grundlagen gelegt wurden, konnten die Teilnehmenden diese im Wintersemester 2020/21 direkt praktisch anwenden. Am 24. Februar wurden die besten Ideen zweier Siegerteams prämiert.

Möglich wurde dies trotz der Pandemie durch die Kooperation mit der DOA, die der Förderung der Olympischen Idee verpflichtet ist und sich mit Sinn- und Grundsatzfragen des Sports auseinandersetzt. Sechs Studierenden-Gruppen befassten sich dabei mit der Frage, wie der Olympic Day - eine der zentralen Veranstaltungen im Jahresprogramm der DOA zur Feier des Gründungstages des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am 23. Juni 1894 auf Initiative von Pierre de Coubertin - in Deutschland zukünftig aussehen könnte. Sie suchten nach innovativen Ansätzen, um die Umsetzung auch in der aktuellen Pandemie-Lage zu ermöglichen. Die Gruppen erarbeiteten dazu Ideen und präsentierten diese am 27. Januar digital einer Jury aus Mitarbeitenden der DOA sowie des Lehrstuhls. Das Gremium wählte zwei Teams mit ihren Konzepten für den ersten Platz aus. Bewertet wurden unter anderem formale Faktoren wie Zeitlimit, Layout und Präsentationstechnik, inhaltliche wie Vollständigkeit, Tiefgang, schlüssiger Aufbau, Innovationsgrad und Realisierbarkeit sowie interaktionale Aspekte, etwa der Umgang mit Nachfragen. Neben kreativen Lösungen für Zeiten mit eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten waren klare Visionen und Ziele sowie realistische Finanz-, Ablauf- und Marketingplanungen wichtige Kriterien für die Jury.

Zukunftsfähiges Konzept in Zeiten der Pandemie gestalten

Als internationaler Tag der Begegnung und Bewegung verbindet der Olympic Day die olympischen Werte mit einem umfangreichen Sport-, Informations- und Bewegungsprogramm. Die aktuelle Pandemie-Lage lässt aber nun schon das zweite Jahr eine Umsetzung als Präsenzveranstaltung kaum zu. Die Studierenden stellten sich also der Herausforderung ein umfassendes, zukunftsfähiges Olympic Day-Konzept für Deutschland zu gestalten. Rund um das Motto des Olympic Days „Move“ (Bewegen), „Learn“ (Lernen), „Discover“ (Entdecken) reichten die Ideen zur möglichen Durchführung des Olympic Days dabei von zentralen über dezentrale sowie von rein digitalen über hybride Formate. Theoretische Workshops, praktische (digitale) Sportangebote und der Olympic Run zogen sich als roter Faden durch die Konzeptionen der Einzelgruppen für den Olympic Day. Die Zielgruppen für die Umsetzung des Projektes variierten von Kindern und Jugendlichen über Eltern bis hin zu Seniorinnen und Senioren. Darüber hinaus stellten die einzelnen Gruppen verschiedene Veranstaltungsorte wie München, Leipzig und Frankfurt ins Zentrum ihrer Überlegungen. Besonders kreative Ansätze waren der in einen Olympic Family Day mündende, digitale Olympic Family Month, ein Schul-Videowettbewerb mit anschließendem Voting, eine digitale olympische Spielwiese sowie ein flexibler, hybrider Bausteinentwurf.

Abschließend wurden die Präsentationen der Studierenden von der Jury - bestehend aus DOA-Direktor, Dr. Gerald Fritz, der Referentin für Veranstaltungen bei der DOA, Wiebke Arndt, sowie Seminarleiter Michael Fuchs von der Universität Leipzig - bewertet und die beiden Siegergruppen gekürt. Gerald Fritz zeigte sich von den Abschlusspräsentationen begeistert: "Alle Konzepte waren zeitgemäß, durchdacht konzipiert und haben durchaus Potential, im realen Kontext umgesetzt zu werden”, sagte er.

Fuchs fügte hinzu: “Seminare leben davon, den Studierenden neben den theoretischen Grundlagen auch die Möglichkeit zu geben, diese praxisnah anzuwenden. Durch die Zusammenarbeit mit der DOA und die reale Aufgabenstellung im Rahmen des Sportmanagement-spezifischen Olympic-Day haben wir genau das erreicht." Er übergab am 24. Februar an jeweils einen Vertreter der beiden Siegerteams die Preise der DOA: Team-Deutschland-Schlauchtücher.

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