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Die Reihe "Gesichter der Uni Leipzig" stellt regelmäßig die Menschen vor, die sich hinter unzähligen kleinen und großen Aufgaben an unserer Hochschule verbergen – im Studium, in der Universitätsverwaltung oder – so wie diesmal – in Forschung und Lehre. Heute stellen wir wieder einen internationalen Forscher vor. Diesmal hat Chaibou Landi einige Fragen beantwortet.

Name: Chaibou Landi                                                                             

Geboren in Dan Gamji (Maradi, Niger) am: 1. Januar 1973.

Heimatuniversität: Institute of Literacy and Non-Formal Education (IFAENF)

Fachgebiet: Linguistik

Das habe ich studiert: Schule für Lehrerausbildung und Linguistik

An der Uni Leipzig zu Gast bei/beschäftigt am: Institut für Afrikastudien

Ich bin von März 2019 bis Februar 2021 hier.

Wo wohnen Sie in Leipzig und wie gefällt es Ihnen?

Gästehaus IBZ

Deshalb bin ich in Leipzig:

Ich gebe hier Hausa-Sprachunterricht. Im Rahmen meiner Forschung beschäftige ich mich mit Translation und Terminologie. Konkret betrachte ich Übersetzungen zwischen Hausa und Französisch und untersuche, wie man die Hausa-Sprache mit bestimmten Terminologien anreichern kann, um sie zu verbessern beziehungsweise um wissenschaftliche und technische Sachverhalte besser ausdrücken zu können. In meinem neuesten Paper, an dem ich während des Lockdowns zu arbeiten begonnen habe, beschäftige ich mich mit der Übersetzung von Corona-Fachbegriffen (Translating the terms of corona: a part of the fight against infectious diseases).

Das Wichtigste an meiner Tätigkeit ist für mich …

Die Arbeitsorganisation an der Universität weiß ich wirklich sehr zu schätzen und auch den Austausch mit den Kollegen, den man durch regelmäßige Treffen hat.

Wie kam der Kontakt mit der Universität Leipzig zustande?

Der Kontakt mit Leipzig kam durch einen Kollegen zustande, der mich informierte und mir half, mit der Universität Kontakt aufzunehmen.

Was war am schwierigsten bei der Vorbereitung des Aufenthaltes?

Am schwierigsten war, das Visum zu bekommen, weil die Deutsche Botschaft in Niger keine ausstellt. Man muss nach Burkina Faso (Ouagadougou) reisen, um eins zu beantragen.

Gibt es etwas, das Ihnen besonders an der Universität und/oder der Stadt Leipzig gefällt?

Ja, ich möchte gern so lange wie möglich in der Stadt bleiben, weil ich die Art und Weise der Menschen hier mag. Sie sind sehr freundlich, nicht nur an der Universität sondern in ganz Leipzig. Das ist etwas Besonderes für mich.

Diese Sache ist typisch für die Region, aus der ich komme (zum Beispiel beliebtes Souvenir, regionale Spezialität, typische Feste oder Ähnliches):

In der Hausa-Region (einschließlich Maradi) gibt es eine Tradition mit dem Namen „Tashe“ (Aufwachen), die im Fastenmonat Ramadan stattfindet. Die Jugendlichen ziehen sich alberne Kostüme an und ziehen so durchs Dorf, von Straße zu Straße, oder manchmal sogar von einem Dorf zum nächsten. Sie machen Musik und singen und bekommen dafür kleine Geschenke. Das ist sehr kulturträchtig und wunderbar.

Womit verbringen Sie gern Ihre Freizeit?

Ich würde gern Deutsch lernen, aber dafür reicht meine Freizeit nicht aus.

Was war ihr Traumberuf als Kind?

Ich wollte immer Journalist werden.

Haben Sie ein bestimmtes Lebensmotto, das Ihnen auch über schwierige Phasen hilft?

Ja, in unserer Kultur gibt es das Sprichwort „Ko me ya ɓaci hanƙuri a babu“. Auf Deutsch heißt das so viel wie: Wenn etwas schief geht, dann liegt das an fehlender Geduld. Deshalb ist mein Motto „Geduld, Geduld, Geduld!“

Vielen Dank.

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