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Wie gut gezielte Förderung von Schulkindern durch Lehramtstudierende funktionieren kann, zeigte die erstmalige Vergabe der StartTraining-Preise an der Universität Leipzig. Am 8. September wurden fünf Studierende für ihre angewandten Förderkonzepte an Leipziger Grund- und weiterführenden Schulen sowie an Förderschulen ausgezeichnet.

Im Projekt StartTraining sammeln Lehramtstudierende der Universität Leipzig Praxiserfahrungen, indem sie über einen längeren Zeitraum als Unterstützung der Lehrkräfte in Schulklassen aktiv werden und Kinder mit besonderem Förderbedarf beim Lernen begleiten. In ihren Einreichungen für den StartTraining-Preis setzten sie sich reflektierend mit ihren Erfahrungen auseinander.

„Die eingereichten Ideen zeigten, welche unterschiedlichen Mittel und Wege Studierende fanden, um produktiv mit den unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen, Interessen und Lernmöglichkeiten, mit kultureller oder sozialer Herkunft und Bildungshintergründen umzugehen,“ so Jury-Mitglied Maren Reichert vom Zentrum für Lehrer:innenbildung und Schulforschung (ZLS). „Sie haben beobachtet, recherchiert und umgesetzt und dokumentieren mit ihren Einreichungen, wie gezielte Förderungen von Schulkindern im StartTraining funktionieren kann. Die eingereichten Themen spiegelten gleichzeitig die Diversität des Schulalltags wider.“

Prämiert wurden in diesem Jahr fünf beispielhafte Förderungen und Konzepte, die aktiv und auf besonders individuelle und kreative Weise den Bildungsübergang in den Klassenstufen 1 oder 5, trotz Pandemiebedingungen, gestalteten:

  • Luise Sanno – Preis für herausragende Leistungen im Bereich Lernförderung Mathematik
    für eine Arbeit über fachwissenschaftliche und fachdidaktische Prinzipien zum zahlentheoretischen Wissen und die Konzeption einer Aufgabenkartei zum flexiblen Zählen im Zahlenraum bis 20
  • Marlene Merten – Preis für herausragende Leistungen im Bereich Lernförderung Lesen
    für ein Konzept zur Leseförderung und die Förderung einer Lerngruppe über ein schulisches Lernportal
  • Helena Hüter – Preis für herausragende Leistungen im sonderpädagogischen Bereich
    für eine Ausarbeitung über die Facetten sonderpädagogischen Förderbedarfs an einer Grundschule und die Bedeutung theoretischen Wissens zu sonderpädagogischem Förderbedarf für Lehrkräfte an Regelschulen
  • Josefine Teichmann – Preis für herausragende Leistungen im Umgang mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ)
    für einen Beitrag über die Negativeffekte pandemiebedingten Lernens insbesondere für Schüler:innen mit einer DaZ-Einstufung und die Bedeutung emotionaler Unterstützung dieser Kinder.
  • Karoline Temann – Preis für herausragende Leistungen im digitalen Bereich
    für eine Arbeit über den Einsatz von Lernvideos im Distanzlernen und die didaktisch fundierte Erarbeitung dieser Videos für die Lerngruppe in der Grundschule.

Neben den fünf Hauptpreisen vergab die Jury außerdem einen Sonderpreis für den Umgang mit den Anforderungen des Lehrberufs sowie Preise für außerordentliche Leistungen im StartTraining.

Die feierliche Preisverleihung fand im kleinen Kreis im Inklusionshotel Philippus Leipzig statt. Die Anwärter:innen auf den StartTraining-Preis sowie die geladenen Gäste hatten vor der Preisvergabe die Gelegenheit, die Einreichungen in einer Poster-Session kennenzulernen und sich mit den Studierenden über die Ideen und Förderungen auszutauschen.

Die Auslobung des neuen StartTraining-Preises wurde von der „Jugend mit Zukunft gGmbH“ ermöglicht. Auch der Projektzeitraum 2021/22 soll wieder mit einer Preisverleihung abgeschlossen werden.

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