Die neue SDG-Zuordnung in leuris schafft dabei mehr Transparenz, Sichtbarkeit und Vernetzung – sowohl innerhalb der Universität als auch nach außen. „Wir sehen uns ausdrücklich als Akteurin, die die Umsetzung der Agenda 2030 mitgestaltet“, sagt Manuel Rist, Nachhaltigkeitsmanager der Universität Leipzig. „Die SDGs bieten einen internationalen Rahmen, um wissenschaftliche Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung sichtbar zu machen.“
Bisher wurden Projekte im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung zentral gesammelt. Nun können Forschende ihre Projekte eigenständig den SDGs zuordnen und diese Angaben jederzeit anpassen. Dadurch wird die gesamte Bandbreite der universitären Forschung besser erfasst – auch kleinere, aber inhaltlich bedeutsame Projekte. Bereits im Jahr 2024 wurden zahlreiche Forschungsprojekte in leuris den SDGs zugeordnet. Die Zuordnungen können von den Forschenden jederzeit geändert oder ergänzt werden, so dass neue Erkenntnisse, Schwerpunkte oder Kooperationen flexibel berücksichtigt werden.
Neue Leuris-Funktion fördert Interdisziplinarität
Besonders wertvoll ist die neue Funktion für den interdisziplinären Austausch. Viele gesellschaftliche Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam bearbeiten – etwa, wenn geisteswissenschaftliche Perspektiven auf Fragen des Klimawandels treffen oder ökonomische Analysen helfen, nachhaltige Lösungen praktisch umzusetzen. Durch die SDG-Zuordnung wird diese thematische Nähe nun in leuris sichtbar: Forschende aus unterschiedlichen Fakultäten können leichter erkennen, wer zu ähnlichen Themen arbeitet, und sich gezielt vernetzen. So entstehen neue Schnittstellen zwischen Disziplinen, die sonst kaum in Kontakt treten würden – ein entscheidender Vorteil der Leipziger Volluniversität.
Vorteile für Forschende:
- Sichtbarkeit der eigenen Arbeit erhöhen – intern wie extern
- Interdisziplinären Austausch und Vernetzung gezielt fördern
- Beiträge zur Nachhaltigkeitsstrategie der Universität stärken
- Orientierung durch Bezug zu globalen Nachhaltigkeitszielen erhalten
Ein Projekt kann mehreren Zielen gleichzeitig zugeordnet werden, etwa Gesundheit (SDG 3) und hochwertige Bildung (SDG 4). Oft gibt es keine klare Abgrenzung, was auch nicht erforderlich ist. Entscheidend ist, welchen Beitrag ein Projekt leisten will oder kann. Manche Vorhaben haben keinen direkten Bezug zu den SDGs – auch das ist Teil einer offenen Wissenschaftskultur. Das Nachhaltigkeitsmanagement unterstützt Forschende bei Fragen und fördert den Dialog über unterschiedliche Perspektiven und Ansätze.
Mit der neuen SDG-Zuordnung betont die Universität Leipzig ihre Verantwortung als Forschungsinstitution, die sich aktiv an der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft beteiligt. Sie zeigt zugleich, wie breit Nachhaltigkeit an einer Volluniversität verstanden wird – als Thema, das Natur-, Geistes-, Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften gleichermaßen betrifft. Mit Forschung, Lehre und Wissenstransfer im Bereich Nachhaltigkeit trägt sie aktiv zur Umsetzung der Agenda 2030 bei.
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