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„Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema, das uns alle vereint.“ Mit diesen Worten begrüßte Kanzlerin Prof. Dr. Birgit Dräger am 21. Juli die Teilnehmenden des 6. Rundtischgesprächs Nachhaltigkeit an der Universität Leipzig. Die mehr als 90-minütige Diskussion der insgesamt 17 Vertreterinnen und Vertreter der Uni-Verwaltung, der Lehrenden, der Studierenden und des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) zeigte: Das Thema Nachhaltigkeit ist nicht nur bedeutsam, sondern auch äußerst vielfältig.

Erstmals geleitet vom Leiter der Stabsstelle Umweltschutz und Arbeitssicherheit, Michél Kubisch, befasste sich die Runde diesmal mit dem aktuellen Stand der Etablierung des geplanten Green Offices an der Universität Leipzig, einem gerade entstehenden Positionspapier der Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit und Klimaneutralität der Landesrektor*innenkonferenz (LRK) sowie in nächster Zeit geplanten Initiativen sowie Veranstaltungen zur Nachhaltigkeit.

Das Green Office, das an Kubischs Stabsstelle angesiedelt werden soll, wird künftig der zentrale Anlaufpunkt der Universität für alle Aspekte zu dieser umfassenden Thematik, angefangen bei der Integration in die Lehre über Veranstaltungen bis hin zu nachhaltigem Bauen. Mit Beginn des Wintersemesters sollen Studentische Hilfskräfte (SHK), deren Stellen bereits beantragt wurden, das Green Office peu á peu aufbauen. Ziel der Bestrebungen ist es laut Kubisch, bis 2022 die feste Stelle eines oder einer Nachhaltigkeitsbeauftragten der Universität Leipzig zu etablieren. Bis dahin sollen die SHK wichtige Vorarbeiten leisten, unter anderem Finanzierungsmöglichkeiten von Nachhaltigkeitsprojekten recherchieren, diesbezüglich auch über den Tellerrand zu anderen Einrichtungen schauen, sich mit allen Akteurinnen und Akteuren vernetzen sowie alle Aktivitäten für den Nachhaltigkeitsbericht dokumentieren. „Wir hoffen auf eine langfristige Finanzierung der Green-Office-Stelle, sind in Kontakt mit anderen Unis in Sachen Green Office. Um uns herum passiert da viel“, erklärte Kira Bartsch von der AG Nachhaltige Universität.

Für viel Diskussionsstoff sorgte dann der Fragebogen der LRK-Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit und Klimaneutralität, die zu diesem Thema ein Positionspapier der sächsischen Hochschulen verfassen möchte. Der Adressat ist allerdings noch nicht ganz klar. Kubisch hofft, dass dies bei der nächsten Sitzung der Arbeitsgruppe Anfang August geklärt wird. Die Rundtisch-Diskutanten der Universität Leipzig trugen viele Aspekte zusammen, die an der Alma Mater entweder schon umgesetzt wurden oder noch auf der Agenda stehen. Die Themenpalette reichte von nachhaltiger Großgeräteplanung und klimaneutralem Bauen bis hin zu Nachhaltigkeit als wichtigem Modul in der Lehre. So betonte SIB-Niederlassungsleiterin Petra Förster, dass der Weg zu ökologischem Bauen lang sei, da Einrichtungen wie die Universität Leipzig vor allem durch Drittmitteleinwerbung viel Fläche für neue Arbeitsplätze benötigten. Diese wachse „ins Exorbitante“. Ebenso sprach sich die Runde für eine effektivere Großgeräteplanung aus, die eine gemeinsame Nutzung der Technik beinhalten könne.

Im letzten Teil des Rundtischgesprächs stellten einzelne Teilnehmende ihre geplanten Beiträge zum großen Thema nachhaltige Universität vor. Dabei ging es unter anderem um das Vernetzungsprojekt Line -  eine Initiative, die bereits ab dem kommenden Wintersemester für alle Leipziger Studierenden ein Grundlagenmodul zum Thema Nachhaltigkeit anbieten möchte. Die Ringvorlesung solle Beiträge aus allen Fakultäten der Universität enthalten, sagte einer der Initiatoren, Prof. Dr. Jürgen Vollmer von der Fakultät für Physik und Geowissenschaften.

Das nächste Rundtischgespräch Nachhaltigkeit soll im Oktober stattfinden.

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