Was haben Sie studiert – und wo?
Biologie an der Universität Tübingen und an der University of New Mexico in Albuquerque, USA.
Was waren im Anschluss Ihre wichtigsten beziehungsweise Ihre letzten beruflichen Stationen?
Promotion in Tübingen, Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Radolfzell, Habilitation an der Universität Tübingen, dann RWTH Aachen, Professorin an der Universität Mainz, dann von 2010 bis 2024 Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums in Frankfurt und Professorin an der Goethe Universität; seit 2024 Wissenschaftliche Geschäftsführerin des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung, UFZ, in Leipzig.
Was fasziniert Sie an Ihrem Forschungsgebiet und was sind Ihre Schwerpunkte?
Mich fasziniert die Natur in ihrer ganzen Komplexität. Mein Forschungsgebiet sind Artengemeinschaften, die Beziehungen der Arten, aber auch die Beziehungen zwischen Mensch und Natur.
Haben Sie sich für Ihre Tätigkeit an der Universität Leipzig ein bestimmtes Forschungsziel gesetzt? Welches?
Zwei große Projekte: Die DFG Forschungsgruppe Kilimanjaro, in der das sozial-ökologische System des Berges analysiert wird, und ein Großprojekt über Monitoring, Modellierung und Business-Anwendungen zur Diversität der Vögel in Europa.
Würden Sie bitte kurz einige Schwerpunkte nennen, die Sie in der Lehre setzen wollen?
Ich würde gerne in der Lehre vermitteln, wie Wissen integrativ, inter- und transdisziplinär für notwendige Entscheidungsfindungen in Politik und Zivilgesellschaft erarbeitet werden kann. Wesentliche Kennzeichen sind die Einübung interdisziplinärer Zusammenarbeit und die Orientierung an politischen und gesellschaftlichen Wissensbedarfen.
Bitte beenden Sie folgenden Satz: „Die Universität Leipzig ist für mich…“
… ein inspirierender, ermutigender Ort. Ich bin stolz, Mitglied einer Universität zu sein, die auf so bedeutenden Wurzeln, Traditionen und Persönlichkeiten beruht.
Antworten Sie gern mit persönlichem Bezug oder allgemein: Welche Entdeckung, Erfindung oder Erkenntnis wünschen Sie sich in den nächsten zehn Jahren?
Ich wünsche mir weitere Fortschritte in Bezug auf Naturbewusstsein sowie wissenschaftliche Erkenntnisse, Daten und Werkzeuge, mit deren Hilfe wir die notwendige sozial-ökologische Transformation befördern können.
Welche Hobbys haben Sie?
Ornithologie, Wandern, Natur- und Kulturreisen.
Haben Sie ein bestimmtes Lebensmotto, das Ihnen auch über schwierige Phasen hilft?
Das Motto meiner Alma Mater, der Universität Tübingen: Attempto – Ich wage es!
Verraten Sie uns bitte noch, wann und wo Sie geboren sind?
Am 22. Dezember 1964, in Oberkochen.
Vielen Dank.
Kommentare
Keine Kommentare gefunden!