"Universität trifft Stadt, Wissenschaft trifft Wirtschaft, Forschung trifft Erfahrung", fasste die Rektorin das zusammen, was den Spirit dieses Abends ausmachte und mittlerweile zur Tradition an der Alma mater Lipsiensis geworden ist. "Die Verbindung von Universität und Stadtgesellschaft ist für uns ein persönliches Anliegen", betonte sie und wies darauf hin, dass die bereits seit längerem bestehende Kooperation von Universität und Stadt zum Dies academicus am 2. Dezember noch einmal erneuert wird. Prof. Obergfell berichtete von dem neuen, in der Exzellenzstrategie erfolgreichen Medizin-Cluster “Leipzig Center of Metabolism”, das “ein starkes Zeichen für die medizinische Forschung der Zukunft” setzen werde. Voller Stolz betonte sie, dass die Universität Leipzig zu den großen, forschungsstarken und medizinführenden Universitäten in Deutschland gehöre und ein breites Fächerspektrum habe, mit dem sie unter anderem einen wesentlichen Beitrag zur Daseinsvorsorge leiste. Aus dieser Vielfalt wolle die Alma mater wissenschaftliches Kapital schlagen.
Prägende und unerwartete Gespräche
Im Anschluss stellte Kanzler Dr. Jörg Wadzack den Neuberufenen die Spitzen der Universitätsverwaltung vor. “Die Verwaltung und ich sind bemüht, Ihnen alle Unterstützung angedeihen zu lassen, damit Sie Forschung und Lehre bestmöglich umsetzen können”, versprach er. Auch Benita Goldhahn, die Vizepräsidentin des Clubs International, hieß besonders die neuberufenen Professor:innen herzlich willkommen in einer neuen Phase ihres wissenschaftlichen Lebens und gab ihnen auf den Weg: “Oft sind es die unerwarteten Gespräche, die uns am tiefsten prägen.” Davon wurden an dem Abend sicherlich einige geführt. Die neuen Forschenden nutzten von Beginn an die Chance, mit Kolleg:innen aus anderen Bereichen der Universität sowie mit Vertreter:innen der Stadt, der Leipziger Wirtschaft und anderer Forschungseinrichtungen ins Gespräch zu kommen.
Zwischendrin gaben sechs Neuberufene kurze und anschauliche Einblicke in ihre Forschung. Den Anfang machte Humboldt-Professor Dr. Daniel Kráľ. Der Experte auf dem Gebiet der sogenannten Diskreten Mathematik, der sich mit grundlegenden Konzepten für die Modellierung und Darstellung von Netzwerken befasst, hielt erstmals eine Rede auf Deutsch. “Es ist ein guter Ort für mich hier”, betonte er und fügte hinzu: “Ich freue mich auf viele angenehme Jahre in Leipzig.” Die Biologin Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese, die wissenschaftliche Geschäftsführerin des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung - UFZ und von beiden Einrichtungen gemeinsam berufen, übersetzte anschließend die Denomination ihrer Professur wegen der besseren Verständlichkeit gleich ins Deutsche: die Rolle der Natur im Zeitalter der Menschen". Die Neu-Leipzigerin berichtete von ihren langen Jahren der Forschung in Afrika und einem ihrer Schwerpunkte - der Rolle von Vögeln in Ökosystemen.
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