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Er beschäftigt sich unter anderem mit viralen Infektionskrankheiten im zentralen Nervensystem und ist fasziniert von der Komplexität und Plastizität des zentralen Nervensystems sowie der Erreger-Wirts-Interaktion. Seit dem Sommersemester ist Dr. Florian Hansmann Professor für Molekulare Pathologie am Institut für Veterinär-Pathologie.

Was haben Sie studiert und über welche Stationen führte Ihr Weg an die Universität Leipzig?

An der Justus-Liebig-Universität in Gießen habe ich Tiermedizin studiert. Anschließend führte mich mein Weg an das Institut für Pathologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, wo ich meine Promotion und Habilitation auf dem Gebiet der Neurowissenschaften anfertigte. Das einmalige Forschungsumfeld sowie der Wunsch mich weiterzuentwickeln und eine eigene Arbeitsgruppe zu gründen, führte mich an die Universität Leipzig.

Wo liegen Ihre Forschungsinteressen und was fasziniert Sie daran?

Schwerpunktmäßig beschäftige ich mich mit viralen Infektionskrankheiten und mein besonderes Interesse gilt Infektionskrankheiten im zentralen Nervensystem. Hierbei fasziniert mich vor allem die Komplexität und Plastizität des zentralen Nervensystems sowie die Erreger-Wirts-Interaktion. Mein besonderes Interesse gilt der Untersuchung der Immunantwort im zentralen Nervensystem, der De- und Remyelinisierung sowie der Entdeckung neuartiger Infektionserreger. Besonders spannend finde ich hierbei zu untersuchen, warum auf eine identische Noxe große Unterschiede im Reaktionsmuster in Abhängigkeit von der Spezies als auch der Lokalisation bestehen.

Würden Sie bitte kurz einige Schwerpunkte nennen, die Sie in der Lehre setzen wollen?

Mein Ziel in der Lehre ist es, die Begeisterung für das Verständnis der Pathogenese von Krankheitsprozessen zu wecken und hierbei erworbenes Wissen aus Vorklinik und Klinik zu vertiefen und miteinander zu verknüpfen. Darüber hinaus ist es mir ein wichtiges Anliegen, bei den Studierenden ein Interesse an der Forschung zu wecken. Hierzu lasse ich auch die Ergebnisse meiner Forschung in die Lehre einfließen. Neben der Vermittlung von Wissen ist mir ein enger Austausch zwischen den Studierenden und Lehrenden sowie den Lehrenden untereinander ein wichtiges Anliegen für eine gute und lebendige Lehre.

 Bitte beenden Sie folgenden Satz: „Die Universität Leipzig ist für mich…“

… ein Ort des Austausches, deren offenes Umfeld hervorragende Möglichkeiten für die Forschung und Lehre sowie die Weiterentwicklung bietet.

Antworten Sie gern mit persönlichem Bezug oder allgemein: Welche Entdeckung, Erfindung oder Erkenntnis wünschen Sie sich in den nächsten zehn Jahren?

Ich wünsche mir, dass wir die Pathogenese von viralen Infektionserkrankungen besser verstehen, um präventiv und therapeutisch die Gesundheit von Tier und Mensch (One Health) zu verbessern. Ziel meiner Forschung ist es, einen Teil dazu beizutragen, diese Grundlagen besser zu verstehen.

Haben Sie ein bestimmtes Lebensmotto, das Ihnen auch über schwierige Phasen hilft?

Es ist nicht ungewöhnlich, dass wir nicht auf Anhieb alles hinbekommen, was wir machen. Wichtig jedoch ist, dass wir uns weiterentwickeln und aus unseren Fehlern lernen.

Verraten Sie uns bitte noch, wann und wo Sie geboren sind?

Ich wurde 1980 in Kiel geboren.

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