Sie haben im Master Klassische Antike – Geschichte und Literatur an der Universität Leipzig studiert und sich direkt nach Ihrem Abschluss 2024 in der Universitätsgesellschaft engagiert. Was verbindet Sie heute mit der Universität Leipzig – und was motiviert Sie, sich in der Universitätsgesellschaft einzubringen?
Mich fasziniert an der Universitätsgesellschaft, dass sie eine vermittelnde Rolle einnimmt, sie bringt die vielen Institute und Fakultäten der Universität in einen Kontakt mit den Menschen und Institutionen in Leipzig. Ich bin jetzt ein Jahr dabei und habe viele schöne Veranstaltungen in der Universität, der Universitätsmusik, den Universitätsmuseen aber auch auf der Buchmesse, in der Oper, in den Museen der Stadt und an vielen anderen tollen Orten erleben können. Das Veranstaltungsprogramm der Universitätsgesellschaft ist in seiner Vielseitigkeit und Qualität wirklich etwas Besonderes, eines meiner Lieblingsformate sind die Literarischen Abende. Der nächste wird am 8. Dezember 2025 zu Jane Austen stattfinden.
Mit Ihrem Engagement unterstützen Sie Forschung, Lehre und Studierende an der Universität Leipzig. Gibt es ein Projekt, das Ihnen dabei besonders am Herzen liegt oder ein Anliegen, das Sie mit Ihrer Mitgliedschaft gezielt fördern möchten?
Die Universitätsgesellschaft führt sehr viele Projekte durch, ich möchte zwei für mich auch persönlich wichtige Vorhaben erwähnen. Etwas Besonderes ist das neue Kooperationsprojekt „Mentale Stärke und Gesundheit im universitären Leben, Lernen und Arbeiten“, das wir mit freundlicher Unterstützung der Beisheim Stiftung durchführen. Hier geht es um eine umfangreiche Unterstützung der psychischen Gesundheit von Studierenden, Lehrenden und Beschäftigen der Universität. Die mentale Gesundheit ist leider ein häufig immer noch tabuisiertes Thema, hier möchten wir mit Formaten wie der Mentalen Tankstelle oder der Ausbildung zum Ersthelfer für psychische Gesundheit positive Impulse zur Aufklärung und Stärkung geben.
Eine weitere Kooperation, über die ich mich gerade als Altertumswissenschaftler freue, ist die Zusammenarbeit mit den Museen und Kunstsammlungen der Universität. Im Frühling gab es bereits eine schöne Führung durch das Ägyptische Museum, nun bieten wir am 24. November im Antikenmuseum und am 3. Dezember in der Kustodie zwei ähnliche weitere Führungen in universitären Museen und Ausstellungen an. Nur Wenige wissen überhaupt, was für historische Schätze die Universität in ihrem Besitz hat, und unsere Führungen sind eine tolle Gelegenheit, sie der Öffentlichkeit nahezubringen. Da ich am Institut für Klassische Philologie als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Gräzistik tätig bin, freue mich über solche Veranstaltungsformate ganz besonders.
Warum würden Sie anderen Alumni empfehlen, Mitglied der Universitätsgesellschaft zu werden? Was macht diese Verbindung zwischen Universität, Alumni und Förderinnen und Förderern für Sie persönlich besonders wertvoll?
Viele Alumni kommen während ihres Studiums bloß mit dem eigenen Fachbereich in Berührung und lernen kaum die unterschiedlichen Bereiche kennen, in denen die Universität außerdem noch aktiv ist. Sie erleben Gemeinschaft mit anderen Universitätsangehörigen eher im Kleinen: in Seminargruppen, in Fachschaftsräten, in Unisportkursen. Diese Kontakte zerstreuen sich schnell wieder, wenn das Studium endet. Wer mit der akademischen Vielfalt seiner Alma mater dauerhaft und nachhaltig in Verbindung bleiben will, für den ist die Universitätsgesellschaft genau das Richtige. Bei uns können Sie Ihre Zugehörigkeit zur Universität lebendig halten, gemeinsam mit Alumni aller Generationen neue Erlebnisse teilen, in schönen Erinnerungen schwelgen – und gleichzeitig mit Ihrem Mitgliedsbeitrag etwas Gutes bewirken.
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