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Für die Reihe #GehWählen hat Soziologin Clara Dilger Argumente geprüft, wieso es wichtig ist, dass jüngere Menschen wählen gehen. Heute: „Wählen gehen bringt nichts beim Thema Klimaschutz. – Stimmt das?"

Nein. Jüngere Menschen sind in höherem Maße von den Folgen der Klimaerwärmung betroffen, weil sie viele davon noch selbst erleben werden. Schon heute sind die Folgen von bisher 1,2 Grad globaler Erwärmung deutlich spürbar, z.B. in Form von sich häufenden Extremwettereignissen. Die heutige Politik entscheidet darüber, wie sich Deutschland an diese Folgen anpasst, und ob die noch weitaus schlimmeren Folgen einer Erwärmung über 2 Grad noch abgewendet werden können.

Laut Mercator Institut bleiben bei konstanten Emissionen noch 7 Jahre, bis das CO²-Budget aufgebraucht ist, das für ein 1,5 Grad-Erderwärmungsszenario berechnet wurde [1]. Noch drastischer sind die Schlussfolgerungen eines geleakten Berichts des IPCC (International Panel on Climate Change), in dem es heißt, dass sich in den nächsten drei Jahren entscheidet, ob die 2 Grad-Grenze des Pariser Klimaabkommens noch eingehalten werden kann [2].

Entsprechend ist die nächste Bundesregierung zentral für die Frage, wann und wie Deutschland Emissionen reduziert. Beim Thema Klimaschutz unterscheiden sich die Parteiprogramme zum Teil sehr stark [3], zum Beispiel bei der Frage wann Deutschland klimaneutral werden oder ob der Kohleausstieg vorgezogen werden soll. Auf https://klimawahlcheck.org/ kann man sich über die klimapolitischen Positionen der Parteien informieren und eigene Standpunkte mit den Parteiprogrammen vergleichen.

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