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Für die Reihe #GehWählen hat Soziologin Clara Dilger Argumente geprüft, wieso es wichtig ist, dass jüngere Menschen wählen gehen. Heute: „Das Thema Rente wird erst wichtig, wenn man älter ist.“

Nein. In Deutschland funktioniert die gesetzliche Rentenversicherung über ein Umlagesystem: Berufstätige zahlen in die Rentenkassen ein, und von diesen Beiträgen werden die Auszahlungen an die Rentenbezieher:innen bezahlt. Durch die Einzahlungen erwerben Versicherte dann Ansprüche auf Bezüge im Alter, die wiederum von den dann Berufstätigen finanziert werden. Dies wird auch als Generationenvertrag bezeichnet.

Aufgrund des demographischen Wandels verschiebt sich jedoch die Altersstruktur in Deutschland: Während in den 1990er Jahren - vereinfacht gesagt - auf eine:n Rentner:in etwa vier berufstätige Beitragszahler:innen kamen, wird für das Jahr 2060 vorhergesagt, dass im Durchschnitt drei Beitragszahler:innen die Bezüge von zwei Rentenbezieher:innen finanzieren werden [1].

Dass hier Reformbedarf besteht, ist Konsens zwischen allen Parteien, doch zur Frage, wie diese Reformen aussehen sollen, gibt es zahlreiche Vorschläge [2]. Da die Weichen für die zukünftige Form der Alterssicherung schon heute gestellt werden, sollten auch jüngere Menschen sich schon heute an der Diskussion um Frage beteiligen, wie ihre Rente später finanziert werden kann.

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